HB# So rot wie Blut von Salia Simukka

Bildrechte liegen bei dem Verlag.
Titel: So rot wie Blut 01
Autor: Salia Simukka
Sprecherin: Nina Petri
Spielzeit: 375 min
Audio Verlag : Hörcompany

"Lumikki Andersson ist ein 17-jähriges Mädchen, das gelernt hat, sich selbst zu verteidigen und niemandem zu vertrauen. Früher wurde sie gemobbt, nun ist sie ein einsamer Wolf – dazu scharfsinnig, sarkastisch und wirklich tough. Nachdem sie allein nach Tampere gezogen ist, stößt sie in der Dunkelkammer ihrer Schule auf einen mysteriösen Fall von Geldwäsche. Und plötzlich wird sie in einen Strudel unvorhersehbarer Ereignisse gezogen. Es ist der kälteste Winter des Jahrhunderts, die Straßen sind gefroren und weiß wie Schnee. Und nichts färbt weißen Schnee so rot wie Blut ..."


Das Cover 
Sowohl der Titel „So rot wie Blut“ als auch das Cover des Buches / Hörbuches weisen darauf hin, dass die Geschichte eine Verbindung zu dem Märchen „Schneewittchen“ hat. Ein Coverkauf wäre das Buch für mich nicht direkt, auch wenn es auf jeden Fall neugierig macht.
Die Charaktere
Lumikki ist quasi unsichtbar und damit nicht unglücklich. Mit der Zeit erfährt man, was sie schon alles im Leben mitgemacht hat und versteht ihr Verhalten, sich unsichtbar in der Menge zu bewegen. So richtig identifizieren konnte ich mich mit ihr nicht und es fiel mir manchmal schwer, ihre Entscheidungen nachzuvollziehen. Wenn sie erst einmal eine Person an sich heran gelassen hat, ist sie dieser eine wirklich gute Freundin und zeigt wirklich Gefühle.  
Die Geschichte
Das Buch beginnt mit einer Szene die nur der Leser mitbekommt und die erste Hinweise gibt, um was es in dem Buch geht. Sobald wir bei Lumikki sind, finden wir mit ihr in der Schule ganz viele gewaschene 200 Euro Scheine, die im Fotolabor gewaschen wurden. Lumikki möchte damit nichts zu tun haben, aber da ist es auch schon zu spät.
Schnell nimmt die Geschichte Fahrt auf und Lumikki schwebt immer wieder in Gefahren, bei denen ich über sie staunen musste, wie kühl und durchdacht sie doch mit allem umgehen kann, in ihrem Alter.
 Dadurch, dass man die Geschichte sowohl aus der Sicht von Lumikki als auch von den Dealern hört, wird ein wenig Spannung heraus genommen und man weiß schon vor den Freunden wer wie miteinander arbeitet, was ich ein wenig schade fand.
Ebenfalls nicht so passend für ein Jugendbuch waren einige Stellen in denen Elisas Vater am Telefon fließend englisch spricht, dort hätte ich mir gewünscht, dass es zumindest Häppchenweiße, für die wichtigsten Details, ein paar Übersetzungen gegeben hätte, da sich nicht jeder alles zusammenreimen kann.
Alles in allem werde ich die Reihe um Lunikki weiter verfolgen, jedoch mit einer niedrigeren Priorität.
Als Jugendthriller kann ich die Geschichte aber auf jeden Fall empfehlen, da sie weder zu brutal noch zu kompliziert gestrickt ist.
 Die Vertonung
Die Sprecherin Nina Petri passte mit der Stimmlage und der Intention gut in die kalte Region, in der die Geschichte spielt. Jedoch musste ich mich erst an sie gewöhnen, da besonders der Anfang sehr unbeteiligt und ohne viele Emotionen gelesen wurde. 
Technisch fand ich sehr schade, dass mehrere CDs in der Mitte des Tracks abgebrochen haben und so immer einige Worte fehlten. Gerade bei der letzten CD war es sehr unpassend, da der Abschluss so ein wenig unrund wurde.
Dass die Fassung gekürzt ist, habe ich beim Hören nicht gemerkt und denke, dass hier wirklich nur „unwichtige“ Szenen eingespart worden sind.  


Wegen einigen technischen Fehlern und kleinen Abzügen in der Story gibt es:
 

4/5 Leseeulen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen