[Special] Doktorspiele Buch vs. Film


Hallo ihr Lieben,
vor einiger Zeit habe ich vom Verlag das Buch sowie 2 Freikarten für "Doktorspiele" erhalten. 
Lange habe ich es nicht geschafft die Karten einzulösen aber am "Tag der deutschen Einheit" war es dann soweit und ich habe mir den Film angesehen.


Andi tut, was man als sechzehnjähriger Junge so anstellt, wenn einen die Pubertät schüttelt wie ein Tsunami: Wettwichsen, Pimmelparaden, feuchte Träume von Mädchen … Dabei gilt Andis permanente Sorge der Größe seines besten Stücks, hatte doch Cousine Lilli damals bei den Doktorspielen gefragt: „Sind die alle so klein?“ Da steht genau diese Lilli – inzwischen mit Himmelsaugen und brisanten Brüsten ausgestattet – eines Tages vor ihm. Vergessen ist Katja aus der 10b, egal, dass seine Fußballmannschaft das Pokalspiel verliert, Andi hat nur ein Ziel, und das heißt: Lilli zu beweisen, dass er kein Schlappschwanz ist. Und dafür nimmt er einiges in Kauf … (Fox)

Der schüchterne Andi (Merlin Rose) ist in Katja (Ella-Maria Gollmer) verliebt, doch die macht Bobby (Jannis Niewöhner) schöne Augen. Und nachdem Andi den gut bestückten Bobby unter der Dusche gesehen hat, sieht er seine Chancen bei Katja rasant schwinden. Denn aus den Pornos seines Kumpels Harry (Max von der Groeben) weiß er, dass nur die Größe zählt. Andi aber schleppt seit einem "Doktorspiel" in seiner Kindheit ein "Sooo klein!"-Schniepeltrauma mit sich herum.
Dann taucht ausgerechnet die Verursacherin seiner Selbstzweifel, seine süße Sandkastenfreundin Lilli (Lisa Vicari), nach zehn Jahren auf und bringt alles durcheinander. Als Katja plötzlich auch noch Interesse an Andi zeigt, ist das Gefühlschaos aus Sex und Liebe perfekt… (cbt)


Erst einmal muss ich sagen, im Film wurde wie bei den meisten Buchverfilmungen einiges umgeschrieben oder gar weggelassen um den Film besser auf die Leinwand zu bringen. 

Das Buch:
Schamgefühl, dass nicht in das heutige Jahrzehnt passt und eine Geschichte, die vor anzüglichen Worten nur so strotz (obwohl ich schon viel gewohnt bin) bekommt man mit der schriftlichen Ausgabe von "Doktorspiele".
Mit dem Buch bin ich nicht so richtig warm geworden und musste mich schon manchmal durch die Seiten quälen. Im Buch wie auch im Film wurde Andi von Lilli als kleines Kind sehr gekränkt, weil sein bestes Stück zu klein war. Im Buch möchte er ihr  beweisen, dass sie seit damals viel geändert hat, während er sie im Film mehr oder weniger links liegen lässt und Katja als Freundin haben will. Mitfiebern konnte ich mit den Charakteren schon, auch wenn, alles sehr vorhersehbar war und die Szenen ein wenig überspitz waren.

Der Film:
Nachdem ich den Trailer gesehen habe, dachte ich : "Hmm der sieht eigentlich ganz witzig aus, mal schauen ob du ihn dir ansiehst." Jetzt muss ich sagen, ich würde nicht umbedingt für den Filmz bezahlen, geschweige denn, ein weiteres Mal ins Kino gehen.
Es gab einige Lacher, die durch die Reihen gingen aber die meiste Zeit war ich doch ein wenig gelangweilt und wurde von Klischees überschüttet. 
Die schauspielerische Leistung fand ich noch nicht einmal wirklich schlecht, aber aus dem Drehbuch lies sich dann nicht mehr viel machen. So machte die Zensur, damit der Film FSK 12 ist, alles noch ein wenig lächerlicher und gab das Gefühl, als ob man sich für ganz normale Dinge schämen müsste.
 
Sowohl Film als auch das Buch sind kurze Beschäftigungen, die lustig sind, aber nicht lange im Gedächtnis bleiben. So gibt es bei beiden unterschiedliche Momente für den Humor aber auch manchmal zum fremdschämen, da die Denkweise manchmal nicht wirklich der heutigen Jugend entspricht. 
Man kann sich beides zu Gemühte führen, verpasst aber auch nicht wirklich etwas, wenn man es nicht tut. 
3 Eulen vergebe ich für beide Medien, da beide ihre Stärken und Schwächen haben und bestimmt auch Anhänger finden wird, wenn ich ein Medium empfehlen sollte, würde ich den Leuten den Film nenne, da er mich die eineinhalb Stunden doch ganz gut unterhalten konnte.



Und hier noch der Filmtrailer: 


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