"Es wird keine Helden geben" oder auch "Kann man mit Opfern "richtig" umgehen?"



Wie bei einigen Bloggern begann mein Lese Jahr 2014 mit einem Buch mit sehr ernsten, emotionalen und leider viel zu allgegenwärtigem Thema.
Wie ihr sicher schon bemerkt habt, gibt es seit zwei Tagen eine Aktion rund um das Buch und die unterschiedlichen Themen, die es behandelt.

Das Buch:

Inhalt:
„Ein völlig normaler Schultag. Doch kurz nach dem Pausenklingeln fällt der erste Schuss. Die fünfzehnjährige Miriam flüchtet mit ihrer besten Freundin auf das Jungenklo. Als sie sich aus ihrem Versteck herauswagt, findet sie ihren Freund Tobi schwer verletzt am Boden liegen. Doch für Tobi kommt jede Rettung zu spät, und Miriam verliert an diesem Tag nicht nur ihr bislang so unbeschwertes Leben.“   





           Meine Rezension zu dem Buch findet ihr: *Hier*
Das heutige Hauptthema ist Trauer/ Therapie

Der Begriff Trauer bezeichnet die durch ein betrübendes Ereignis verursachte Gemütsstimmung und deren Kundgebung nach außen, etwa durch den Verlust nahestehender oder verehrter Personen oder Tiere, durch die Erinnerung an solche Verluste, oder auch zu erwartende Verluste. Das Trauern kann auf Grund der zuvor genannten Ursachen auch ein Überwinden von Leid und Schmerz bedeuten.



 Bildquelle:selbst fotografiert                 (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Trauer)

 
Und bei mir speziell geht es um das Verhalten von Dritten wie z.B. der Familie gegenüber den Opfern.
Wie kann ich der Person mein Beileid zeigen?
Für Die Person da sein
Verzichtet auf große Worte oder Vergleiche, wichtig ist, dass die Person weiß, dass sie immer auf die Hilfe zurückkommen kann. 
Es hilft der Person einfach daneben sitzen und vielleicht einfach in die Luft zu starren, aber dadurch merkt sie, dass sie nicht alleine auf der Welt ist. 
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Mir hat damals mit 10 geholfen, dass mich meine Freundin abgeholt hat, sodass ich den ganzen Tag in "Action" war und nicht mehr so sehr an den Trauerfall gedacht habe, später jedoch habe ich aber das Gefühl gehabt meiner Mutter nicht genug geholfen zu haben, was natürlich quatsch ist da ich es gar nicht richtig realisiert habe aber das Gefühl ist bis heute geblieben.
Wie auch im Buch beschrieben, kann es helfen persönlich Abschied zu nehmen. Sei es durch einen Brief, den man an den Verstorbenen schreibt und darin alle seine Gefühle schildert oder eine Kerze anzündet oder ein anderes Ritual, welches einem passend erscheint. Die Hauptsache ist, es kommt von Herzen und man stellt sich den Gefühlen statt sie in sich einzusperren.   
    
Wie reagiere ich auf Trotzreaktion?
Diese Frage habe ich mir schon während des Lesens gestellt, als Miriam ihrem Vater Geld stielt um ihr Äußeres zu verändern.
Wichtig als Eltern ist es, dem Kind trotz Liebe und Verständnis weiter seine Grenzen zu zeigen, um weiter ein geregeltes Leben zu gewährleisten.
Es ist nicht leicht aber man sollte versuchen den schmalen Grat zwischen der Stränge die die Kinder vergraulen, sodass sie sich von den Eltern abwenden und zu vielen Zugeständnissen zu finden um den Kindern es zu ermöglichen ihre eigenen Erfahrungen mit der Trauer und dem Leben zu machen .
Gibt es ein Patenrezept zum Umgang mit den Opfern?
Dieses Rezept hätte wohl jeder gerne, aber da jeder Mensch anders mit der Trauer umgeht kann es so etwas leider nicht geben. Egal was passiert, Der Trauernde braucht das Gefühl immer noch wichtig, geborgen und gebraucht zu werden auch wenn er glaubt seine Welt gerät aus den Fugen.
Aber immer gilt:
 Lasse dem Menschen Zeit, aber lasse ihn nicht vereinsamen. 
Höre ihm zu, fordere ihn aber nicht auf darüber zu reden.
Zeige interesse an Aktivitätem mit ihm, sei aber nicht enttäuscht wenn er sie ablehnt.

Weitere Informationen zum Thema Trauer bei Kindern: 
http://www.velkd.de/859.php

Weitere Beiträge zum heutigen Thema:

 Caro Meike von http://buecherohneende.blogspot.de/

Und wenn euch das Buch jetzt anspricht, könnt ihr euch bei Lovelybooks bis Freitag für die Leserunde bewerben:

 http://www.lovelybooks.de/autor/Anna-Seidl/Es-wird-keine-Helden-geben-1072969080-w/leserunde/1071299814/1073528749/


1 Kommentar:

  1. Hi Pia, danke für den interessanten Beitrag. Ich habe mir schon beim Lesen gedacht, dass es sehr schwierig sein muss, als Freundin, Elternteil etc. richtig zu reagieren. Insofern, danke für die hier aufgeführten Tipps.

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