BR# Die große Wildnis von Piers Torday


Bildrechte liegen bei dem Verlag.
Titel: Die große Wildnis
    Autor: Piers Torday
Erscheindatum: 18.11.2013
Verlag: cbj
TB: 16,99€
Kindle: 13,99€
Seiten:   384 Seiten 
Lesealter: ab 10 Jahren
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"In einer Welt, in der keine Tiere mehr existieren, kommt sich auch der 12-jährige Kester manchmal vor wie der Letzte seiner Art. Zumindest in dem Mentorium für Problemkinder, in dem er lebt und wo alle so tun, als sei mit ihm etwas nicht in Ordnung. Als er dann auf einen Schwarm sprechender Tauben trifft, denkt Kester, jetzt werde er völlig verrückt.

Aber diese Tiere haben ihm etwas mitzuteilen …
Sie befreien Kester und bringen ihn in die Wildnis zu einem Ort, an dem die letzten wilden Tiere verborgen vor der Welt überlebt haben. Ihr weiser Anführer, ein mächtiger Hirsch, bittet Kester um Hilfe, und gemeinsam begeben sie sich auf eine große Reise, begleitet von einem vorwitzigen Wolfsjungen, einer eitlen Katzendiva, einer tanzenden Feldmaus, einer philosophischen weißen Taube und einem eigensinnigen Mädchen namens Polly."
 

Schon auf der Frankfurter Buchmesse letztes Jahr habe ich dieses Buch entdeckt und es klang sehr vielversprechend. Eine Geschichte, in der der Protagonist zwar mit Tieren, nicht aber mit Menschen, kommunizieren kann, in einer Welt in der die Tiere fast restlos ausgestorben sind, hörte sich nach einem interessanten Jugendbuch an. Leider konnte mich das Buch aber nicht komplett überzeugen, dies liegt einerseits am Schreibstil, aber leider auch an der nicht ganz geglückten Umsetzung.  
Erster Satz: „Meine Geschichte beginnt damit, dass ich auf dem Bett sitze und aus dem Fenster sehe.“
Das Cover 
Für mich war das Cover ein Grund das Buch lesen zu wollen.
Ein Junge der auf einem Hirsch mit roten Augen  reitet, auf einem Hügel während einer sternenklaren Nacht. Es wirkt sehr interessant, da die heutigen Kinder den Bezug zu wilden Tieren immer mehr verlieren.
Die Charaktere
Kester merkt man an, dass er erst 12 Jahre alt ist, sei es in seinen Handlungen, die alle noch ein wenig unbeholfen wirken oder die Art und Weise wie er mit und über die Tiere kommuniziert.
Für Jugendliche ist er eine Person mit der sie sich identifizieren können und der ihnen den richtigen Umgang mit Tieren und dem Tierschutz beibringen kann.
Durch seine Aufgabe, die Tiere zu seinem Vater zu bringen, muss Kester ständig über sich selbst hinauswachsen und die unterschiedlichsten Entscheidungen treffen, was ihn mir dann mit der Zeit doch sympathischer machte.  
Die Geschichte
Kester lebt in einem Heim, in der nur zum Essen oder anderen bestimmten Aktivitäten aus dem Zimmer gelassen wird. Mit der Hilfe von Kakerlaken und Tauben kann er von dort fliehen und lernt die letzten Tiere der Welt kennen. Da sein Vater früher Tierarzt war, möchte Kester zu ihm um das letzte Wild zu retten.
Ich fühlte mich direkt in das Heim -zu Kester- in die Geschichte geworfen und ich brauchte meine Zeit um wirklich zu verstehen wo ich mich als Leser befinde und was gerade passiert. Die Informationen kommen immer bruchstückhaft in Form von Erinnerungen an seinen Vater und sein früheres Leben, was vor allem die jüngeren Leser nicht überfordert.
So richtig Spannung wollte für mich als Leser nicht aufkommen, was aber auch daran liegen kann, dass ich nicht mehr zu der wirklichen Zielgruppe gehören und einfach eine andere Erwartung an die Vorhersehbarkeit der Geschichte habe.  
Die moralischen Werte, die durch das Buch an die Jugendlichen weitergegeben werden sollen, wirkten teilweise sehr erdrückend. Ich finde es wichtig, dass Kinder mit Tieren aufwachsen, sie schätzen lernen und sich für den Tierschutz einsetzen aber diese Gedanken sollten den Lesefluss nicht hindern und so sehr im Vordergrund stehen, wie in dem Buch.
Die Geschichte ist in sechs Teile aufgeteilt, die mit Hilfe von sehr kindergerechten Illustrationen abgetrennt werden. Auch über den Kapitelüberschriften gibt es Illustrationen von den Tieren, die in der Geschichte oder speziell in dem Kapitel vorkommen.
Alles in allem konnte mich das Buch nicht so überzeugen wie ich es mir gewünscht habe. Es ist leider doch noch recht einfach gehalten, wo ich mir doch ein wenig mehr Anspruch gewünscht hätte, um die Zielgruppe ein wenig zu erweitern. Die Idee der Grundidee der Geschichte hat mir gut gefallen  mit Potenzial das hoffentlich dann im zweiten Band ausgeschöpft werden kann.    
Der Schreibstil
Insgesamt ist der Stil des Buches sehr einfach und doch gewöhnungsbedürftig.
Durch den einfachen Stil lässt sich das Buch schnell und flüssig lesen, jedoch hatte ich das Gefühl, dass der wirkliche Umfang der Geschehnisse durch die einfache Sprache nicht bei dem Leser ankommen, sondern auf der Strecke bleiben, was wirklich schade war.
Beim Lesen hat mich sehr gestört, dass einige Worte sehr verfälscht wurden. Selbstverständlich können Tiere nicht richtig sprechen und schnappen die Worte nur von den Menschen auf, jedoch sollte bei einem Jugendbuch, bei dem die Sprache der angestrebten Leser noch in der Entwicklung ist, besser darauf geachtet werden, dass sich solche Worte nicht durch fehlplatzierte Realitätsnähe einprägen, zumal die meiste Zeit die Sprache der Tiere einwandfrei ist.


Cover: 4,5/5
Personen: 3,5/5
Geschichte: 6,5/10
Schreibstil:  3,5/5
Gesamt: 18/25 

Alles in allem konnte mich das Buch nicht so überzeugen wie ich es mir gewünscht habe. Es ist leider doch noch recht einfach gehalten, wo ich mir doch ein wenig mehr Anspruch gewünscht hätte, um die Zielgruppe ein wenig zu erweitern. Die Idee der Grundidee der Geschichte hat mir gut gefallen  mit Potenzial das hoffentlich dann im zweiten Band ausgeschöpft werden kann.    



3,5/5 Leseeulen

Mein Dank geht an:
 cbj
 und Blogg dein Buch






Kommentare:

  1. Guten Morgen,

    schade, dass dich das Buch nicht so ganz mitreißen konnte, ich fands grandios und bin schon sehr gespannt auf den Folgeband =)

    LG
    Anja

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  2. Ich find es auch schade und erstaunlich wie unterschiedlich das doch wirken kann. Ich fand es auch richtig richtig toll und kann den 2. Band gar nicht abwarten. Besonders begeistert haben mich die verschiedenen Charaktere der Tiere und ich habe hin und wieder sogar ein paar Tränchen verdrückt, was mir beim lesen eher selten passiert!

    Liebe Grüße,

    Ka

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